Dieser Teil der ADA-Vorbereitung konzentriert sich auf die Theorie der Ausbildungsinhalte und die Verfahren des Lehrens.
1. Definitionen
- Didaktik: Theorie der Ausbildungsinhalte, ihrer Auswahl und ihrer Bedeutung für den Auszubildenden (Wissenschaft vom Lehren und Lernen).
- Kernfragen: Wozu wird ausgebildet? Was sind die Inhalte?
- Methodik: Wissenschaft von den Verfahren des Lehrens, Unterrichtens und Unterweisens.
- Kernfragen: Wie wird ausgebildet? Womit wird ausgebildet?
2. Lernbereiche
Man unterscheidet drei wesentliche Lernbereiche:
- Kognitiver Bereich (Wissen): Geistige Fähigkeiten, Faktenwissen.
- Psychomotorischer Bereich (Fertigkeiten): Körperliche, manuelle Tätigkeiten (“Hand”).
- Affektiver Bereich (Einstellungen): Gefühlsmäßige Ebene, Werte und Verhalten (“Herz”).
3. Lernziele
Lernziele beschreiben das gewünschte Endverhalten nach einem Lernprozess.
Rangfolge
- Richtlernziele: Allgemeine Bildungsziele (Gesetzesebene).
- Groblernziele: Verdeutlichung der Richtlernziele für bestimmte Fachbereiche.
- Feinlernziele: Eindeutige Beschreibung von Kenntnissen und Fertigkeiten.
Taxonomiestufen (Kognitiv)
- Reproduktion: Wissen wiedergeben.
- Reorganisation: Stoff neu ordnen/erklären.
- Transfer: Gelerntes auf andere Aufgaben übertragen.
- Problemlösung/Kreativität: Neues entwickeln, Bewerten.
4. Die Vier-Stufen-Methode
Ein Klassiker der betrieblichen Unterweisung:
- Vorbereiten: Arbeitsplatz, Stoff und den Azubi vorbereiten (Motivation).
- Vormachen: Der Ausbilder führt vor und erläutert die Schritte (Was - Wie - Warum).
- Nachmachen: Der Azubi führt die Arbeit selbst aus und erklärt sein Vorgehen. Fehler werden sofort korrigiert.
- Üben: Der Azubi arbeitet allein weiter. Der Ausbilder kontrolliert das Ergebnis und steht für Fragen bereit.
5. Pädagogische Prinzipien
Beim Unterweisen sollten folgende Grundregeln beachtet werden:
- Vom Leichten zum Schweren.
- Vom Einfachen zum Komplizierten.
- Vom Bekannten zum Unbekannten.
- Vom Konkreten zum Abstrakten.
- Anschaulichkeit und Selbsttätigkeit fördern.