Bei diesem Projekt kam erneut der TI Jacinto 7 als zentrale Hardware-Plattform zum Einsatz. Im Fokus stand die Implementierung und Absicherung von SecOC (Secure Onboard Communication) für die E2E-verschlüsselte CAN-Kommunikation.
Simulation und Gegenstellen-Entwicklung
Da zu Beginn der Entwicklung die physischen Gegenstellen im Fahrzeugnetzwerk noch nicht verfügbar waren, musste die gesamte Buskommunikation simuliert werden. Hierzu wurde Vector CANoe eingesetzt. Die entsprechenden SecOC-Gegenstellen wurden mittels CAPL (Communication Access Programming Language) geskriptet, um das korrekte Verhalten für Verschlüsselung, Signaturprüfung und Freshness-Value-Management abzubilden.
Performance-Analyse und Overhead
Ein kritischer Teil des Projekts war die frühzeitige Durchführung von Geschwindigkeitsmessungen. Ziel war es, belastbare Abschätzungen darüber zu treffen:
- Wie viele CAN-Botschaften unter Realbedingungen tatsächlich verschlüsselt werden können, ohne die Buslast oder die Latenzen kritisch zu beeinflussen.
- Welcher prozentuale Overhead durch die zusätzlichen Security-Header und die kryptographischen Rechenoperationen auf dem Jacinto 7 entsteht.
Diese Daten waren essenziell für die weitere Systemauslegung und die Definition der Security-Profile im Fahrzeug.