In modernen Fahrzeugarchitekturen wird jedes ausgelieferte Steuergerät mit einem individuellen kryptographischen Schlüssel abgesichert. Bei Continental werden diese Schlüssel zentral verwaltet. Mein Auftrag war es, den Prozess der Image-Signierung so zu automatisieren, dass jedes Image sicher mit dem jeweils passenden Schlüssel vom Continental-Server signiert wird.

Die Herausforderung

Die manuelle Handhabung von individuellen Schlüsseln für Tausende von Fahrzeugen ist fehleranfällig und ein Sicherheitsrisiko. Die Herausforderung bestand darin, eine Lösung zu schaffen, die:

Die Lösung: Automatisierte Cloud-Signierung

Ich entwickelte eine hochsichere Schnittstelle, die den Build-Prozess direkt mit den Backend-Systemen von Continental verbindet.

1. Sichere Server-Kommunikation via mTLS

Um sicherzustellen, dass nur autorisierte Build-Instanzen Zugriff auf den Schlüsselserver haben, wurde die Kommunikation über mutual TLS (mTLS) abgesichert. Dies garantiert sowohl die Identität des Clients als auch die Verschlüsselung des Transportweges.

2. Automatisierter Signing-Workflow

Der von mir implementierte Workflow übernimmt folgende Schritte:

3. CI/CD Integration

Das gesamte Tooling wurde als Stage in die Jenkins-Pipeline integriert. Damit wurde der “Touchless”-Ansatz realisiert: Von der Code-Änderung bis zum signierten Release-Image erfolgt kein manueller Eingriff mehr, was die Prozesssicherheit massiv erhöht.

Ergebnis

Die Automatisierung sparte nicht nur erhebliche Zeitressourcen ein, sondern minimierte auch das Risiko von Fehlkonfigurationen bei der Schlüsselzuordnung. Das System erfüllt die strengen Anforderungen der ISO 21434 und ist heute integraler Bestandteil der Software-Produktion für moderne Fahrassistenzsysteme.