Diese technische Evaluierung befasste sich mit der Performance-Messung kryptografischer Algorithmen auf einer Vielzahl von Embedded-Plattformen, mit einem besonderen Fokus auf dem Vergleich zwischen dedizierter Hardware-Beschleunigung und reiner Software-Implementierung.

Methodik & Vergleichbarkeit

Um eine objektive Vergleichbarkeit über verschiedene Architekturen hinweg zu gewährleisten, wurde OpenSSL als einheitliche Test-Schnittstelle verwendet.

Evaluierte Hardware-Plattformen

Der Vergleich deckte ein breites Spektrum ab, um die Unterschiede in der Krypto-Architektur herauszuarbeiten:

Zentrale Erkenntnisse

1. Hardware-Support ist entscheidend Das größte Unterscheidungsmerkmal war die native Unterstützung spezifischer Algorithmen in der Hardware-Unit. Fehlende Hardware-Unterstützung zwang das System zur Software-Emulation, was zu signifikanten Performance-Einbußen und hoher CPU-Last führte.

2. Durchsatz vs. Latenz (“Small Block Penalty”) Ein interessantes Ergebnis war die Überlegenheit der Software-Emulation bei sehr kleinen Datenblöcken (z. B. 16 Byte). Hier überwog der Overhead durch Systemaufrufe (IOCTLs) und DMA-Setup die eigentliche Berechnungszeit. Bei großen Datenblöcken (ab 16 KB) kehrte sich dies massiv um: So konnte auf dem TI Jacinto 7 ein Durchsatzplus von bis zu Faktor 40 gegenüber der Software-Lösung erzielt werden.

3. Systementlastung Neben der reinen Geschwindigkeit war die Reduzierung der CPU-Last der wichtigste Vorteil der Hardware-Beschleuniger. Dies ermöglichte es dem SoC, rechenintensive Verschlüsselungen im Hintergrund durchzuführen, während die Hauptkerne für kritische Echtzeit-Anwendungen zur Verfügung standen.

Die Ergebnisse wurden automatisiert extrahiert und grafisch aufbereitet, um fundierte Architekturentscheidungen für zukünftige Automotive-Sicherheitssysteme zu ermöglichen.