Bachelorarbeit: Eventverknüpfungssprache

Thema: Konzeption und Implementierung einer Eventverknüpfungssprache für Video-Sicherheitstechnik.

Projektkontext & Herausforderung

In der modernen Sicherheitstechnik (CCTV) generieren Kameras und Rekorder eine Vielzahl von Events (Bewegungserkennung, Kontakt-Eingänge, Video-Analyse, System-Meldungen). Die Herausforderung bestand darin, ein flexibles System zu schaffen, das es ermöglicht, diese atomaren Events logisch zu verknüpfen (z.B. “Wenn Kamera 1 Bewegung meldet UND Kontakt 3 offen ist DANN Alarm auslösen”), ohne für jede neue Anforderung den Quellcode der Firmware anpassen zu müssen.

Lösungsansatz: Domain Specific Language (DSL)

Statt hardcodierter Logik wurde eine eigene Skriptsprache entwickelt, die speziell auf die Anforderungen von Ereignisverarbeitungen (“Event Processing”) zugeschnitten ist. Dies ermöglichte eine dynamische Konfiguration zur Laufzeit.

Technische Umsetzung (Event Engine)

Das Herzstück der Arbeit war die Laufzeitumgebung (“Event Engine”), die als Hochleistungs-Backend fungierte:

Ergebnis

Das entwickelte System abstrahierte die Komplexität der darunterliegenden Hardware. Es ermöglichte Inbetriebnehmern, komplexe Alarmszenarien über einfache Konfigurationsdateien abzubilden. Die klare Trennung von Logik-Definition (DSL) und Verarbeitungs-Engine erhöhte die Flexibilität, Wartbarkeit und Skalierbarkeit der Sicherheitslösungen signifikant.